News

E-Fit für die Lehre

Martin Knab entdeckte die Plattform Mahara für sein Abschlussarbeits-Training (Bild: Sandra Sommerkamp)
Martin Knab entdeckte die Plattform Mahara für sein Abschlussarbeits-Training (Bild: Sandra Sommerkamp)

[26|01|2017]

Die Lehrportfolios der diesjährigen E-Certificate-AbsolventInnen zeigen die Vielfalt digitaler Lehre

Vier Lehrende und MitarbeiterInnen der HM nahmen im Januar ihr E-Certificate, das Medienzertifikat des E-Learning Centers (ELC), entgegen. Im Rahmen der Zertifikatskurse erwerben Lehrende Medienkompetenzen, um E-Learning effektiv zur Unterstützung des Lernprozesses der Studierenden in der Präsenzlehre einzusetzen und ihre Lehre durch neue Lehrformen zu bereichern.

 

Zu den diesjährigen TeilnehmerInnen gehörten

  • Prof. Dr. Maria Begona Prieto Peral, Studiendekanin der Fakultät für Studium Generale und Interdisziplinäre Studien,
  • Prof. Dr. Veronika Thurner, Dekanin der Fakultät für Informatik und Mathematik,
  • Dr. Alexander Klier der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften,
  • Martin Knab aus der HM-Bibliothek.

Alle vier haben auf unterschiedliche Art und Weise in ihre Lehre bzw. in ihren normalen Arbeitsalltag mediale Techniken eingesetzt und stellten ihre Ergebnisse vor einiger Zeit als Portfolios im E-Learning Center vor.

 

Martin Knab konzentrierte sich in seinem Portfolio auf den Kurs „Tipps und Tricks für die Abschlussarbeit“. Seine Frage war, inwiefern er hierfür durch E-Learning etwas vereinfachen könnte. Sein Fazit: die Zeitersparnis war zwar nicht besonders groß, aber die Inhalte seiner Kurse konnte er hierdurch verbessern. Zum einen durch den Einsatz des Portfolio-Portals Mahara und zum anderen durch das Einsetzen von Lernvideos, die er selbst erstellte und auf die er zukünftig immer wieder zugreifen kann.

 

 

Prof. Dr. Veronika Thurner mit ihrem Zertifikat (Bild: Fabian Sommer)
Prof. Dr. Veronika Thurner mit ihrem Zertifikat (Bild: Fabian Sommer)
Vorhandene Potentiale nutzen

Veronika Thurner ist die Verwendung medialer Techniken als Informatikerin sehr vertraut. In ihrem Portfolio stellte sie ein Just-in-Time-Teaching Video vor, das sie gemeinsam mit einem Kollegen entwickelt hat, um die Selbstlernphase der Studierenden zu unterstützen. Das Video sollte einerseits ansprechend sein, andererseits gleichzeitig die komplexen Inhalte gut vermitteln. Durch die Verwendung unterschiedlicher Techniken wie Speeddraw- und Zeichentrick-Sequenzen, Screencasts oder Filmabschnitten, in denen die Professorin mit ihrem Kollegen nähere Details diskutiert, gelingt die lebendige Vermittlung von schwierigem Inhalt. So verwundert es kaum, dass sich laut Thurner die breite Masse der Studierenden noch viel mehr solcher Lernmaterialien wünsche.

 

 

Dr. Alexander Klier stellt sein Portfolio vor (Bild: Sandra Sommerkamp)
Dr. Alexander Klier stellt sein Portfolio vor (Bild: Sandra Sommerkamp)
Videos für die Lehre

Alexander Klier hat sein Portfolio im Sinne eines Blogs aufgebaut. Damit hat er versucht, vier Herausforderungen unter einen Hut zu bekommen: Die Dokumentation seiner "digitalen" Kompetenzen in Form der Anwendung in einem Blended-Learning Kurs an der Hochschule, die Vernetzung der verwendeten Software, das Einbinden eines Videos und schließlich, das Portfolio öffentlich zu machen. Gewinn des Zertifikats war für ihn, dass er sich mit der Produktion von Lehrvideos beschäftigt hat und die entstandenen Werbe- bzw. Kennenlernvideos auch später noch für die Arbeit an der HM verwenden kann.

 

 

Prof. Dr. Maria Begona Prieto Peral (Bild: Fabian Sommer)
Prof. Dr. Maria Begona Prieto Peral (Bild: Fabian Sommer)
Interkultureller Blog

Maria Begona Prieto Peral ging in ihrem Portfolio auf das Projekt ein, das sie im vergangenen Sommersemester mit zwölf Studierenden durchgeführt hatte: El blog de la linea 22 – ein interkultureller Blog mit spanischsprechenden Studierenden der HM. Sie wollte dabei nicht nur auf Software wie Wordpress oder ähnliches setzen, sondern den Blog ansprechend und interaktiv gestalten, so dass sich die Studierenden tatsächlich mit ihrer eigenen Rolle und der ihrer GesprächspartnerInnen auseinandersetzen würden. Dafür ließ sie die die Studierendengruppen ihre Projektarbeit mit Mahara dokumentieren. Prieto Peral stellte fest, dass den wenigsten Studierenden Mahara vertraut war, sie sich aber die nötigen (Medien-)Kompetenzen schnell anzueignen wussten.

 

Die Motivation

Hinter den einzelnen Entscheidungen, am E-Certificate-Programm teilzunehmen, standen so vielfältige Beweggründe wie die eigenen (Vor-)Kenntnisse anerkennen bzw. dokumentieren zu lassen, sich fortzubilden bzw. sich neuen Herausforderungen zu stellen und ganz allgemein, einen neuen Ort des Austauschs zu gewinnen.

 

Weitere Informationen: Seiten des E-Learning Centers

 

Sara Magdalena Schüller