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KI-Start-ups für die Gesellschaft

KI-Innovationen ausgründen: das ist das Ziel der Münchner KI-Initiative mit MUC.DAI und SCE (Foto: forStory)
KI-Innovationen ausgründen: das ist das Ziel der Münchner KI-Initiative mit MUC.DAI und SCE (Foto: forStory)

[20|12|2021]

Münchner Modellprojekt AI+Munich erhält Förderung zum Ausbau der Künstlichen Intelligenz

 

Das Münchner Modellprojekt AI+Munich erhält 5,9 Millionen Euro im Rahmen des Förderprogramms EXIST „Existenzgründungen aus der Wissenschaft“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWi) – um Existenzgründungen im Bereich Künstliche Intelligenz zu fördern. Um München als KI-Start-up-Leuchtturm zu etablieren, haben das Munich Center for Digital Sciences and Artificial Intelligence (MUC.DAI) und das Strascheg Center for Entrepreneurship (SCE) der Hochschule München, die TUM Venture Labs „Robotics/AI“, „Software/AI“ und die UnternehmerTUM sowie die im Projekt-Lead stehende MUC Summit GmbH einen gemeinsamen KI-Start-up-Prozess entwickelt. Zukünftig werden sie das KI-Ökosystem in der Region fördern, das eingebettet in die vielfältigen Entrepreneurship-Aktivitäten am Innovationsstandort München ist.

 

Modellprojekt mit gesellschaftlichem Nutzen

Künstliche Intelligenz wird oftmals noch mit Skepsis beäugt und steht in der gesellschaftlichen Debatte dann schnell für Roboter, die Arbeitsplätze ersetzen. Doch diese Sichtweise sei reichlich einseitig, so Prof. Dr. Thomas Stumpp, Vizepräsident Wirtschaft an der HM: „Künstliche Intelligenz hat ein enormes Potenzial, Wirtschaft und Gesellschaft positiv zu gestalten. Richtig eingesetzt können wir alle von Systemen mit künstlicher Intelligenz profitieren.“

 

„Wir wollen mit diesem Projekt die Anzahl von Start-ups im Bereich Künstlicher Intelligenz in der Metropolregion München erhöhen, indem wir unternehmerische Projekte initiieren und bestehende Projekte und Start-ups scouten und bei ihrem Weg an den Markt fördern“, erklärt Prof. Dr. Klaus Sailer, Geschäftsführer des SCE, dem Entrepreneurship-Center der Hochschule München. Dabei ist es den Modellprojektpartnern wichtig, den gesamtgesellschaftlichen Nutzen der KI-Innovationen zu beleuchten.

 

„Start-ups nutzen KI bereits jetzt, um gesellschaftliche Probleme zu lösen. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz lassen sich beispielsweise Wälder aus dem Weltall überwachen, um bei Waldbränden rechtzeitig einschreiten zu können. Auch kann man mit KI anhand von Luftbilddaten das CO₂-Bindungspotenzial eines Waldes berechnen, um diesen anschließend zielgerichtet nachhaltiger zu bewirtschaften“, beschreibt Dr. Sebastian Planck von MUC.DAI, dem fachübergreifenden Zentrum für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz an der HM, zwei Beispiele von vielen, in denen Künstliche Intelligenz einen Mehrwert für die ganze Gesellschaft mit sich bringt.

 

KI-Technologie mit Potenzialen

Für das Modellprojekt gilt es jetzt, bestehende KI-Gründungsideen zu entwickeln und zu skalieren sowie den Forschungstransfer von gründungsinteressierten Studierenden und DoktorandInnen der Hochschule München und der Technischen Universität München zu erhöhen. Damit Künstliche Intelligenz als Technologie geprägt und verstanden wird, die gesellschaftlichen Herausforderungen mit positivem Impact begegnet und somit die Vorbehalte ihr gegenüber in Potenziale verwandelt werden.

 

 

Dirk Hoppe