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Zukunftsweisende Hörsaaltechnik
03/09/2026
Steckdosen auf den Tischen und zwei Projektionsflächen sind dort fast schon Standard – an der FK07 wird gelebt und weiter erprobt, wie moderne Hörsaaltechnik an der HM aussehen kann.
Eben noch wurden die Vorlesungsfolien gleichzeitig auf zwei großen Projektionsflächen gezeigt, damit alle Studierenden sie bestmöglich lesen können. Auf Knopfdruck wechselt das Bild auf einer Projektionsfläche zu einer Live-Programming-Ansicht und die Dozierende veranschaulicht dort das gerade Besprochene anhand der auf der anderen Projektionsfläche noch immer sichtbaren Folie. Ganz ohne ihr Publikum aus den Augen zu verlieren – dank der Kontrollmonitore auf dem Dozentenpult, mit denen sie bequem arbeiten kann und alles auf einmal im Blick hat. Eine Frage aus den Reihen der Studierenden veranlasst die Dozentin, das letztgenannte Beamerbild dunkel zu schalten, die Tafel hochzuschieben und die Frage dort anschaulich zu beantworten.
Zeitenwende
So oder ähnlich kann eine Vorlesung an der HM heute schon aussehen. In Teilen des ersten Stocks des R-Baus sind die Zeiten von Overheadprojektoren, VGA-Kabeln und zu kleinen Projektionsflächen bereits lange vorbei: Zwei große Projektionsflächen und Tafel oder Whiteboard sind dort seit mehreren Jahren Standard und helfen den Lehrenden, stets das zu den jeweiligen Lehrinhalten passende Medium verwenden zu können und ihre Veranstaltungen ansprechend gestalten zu können. Und die Studierenden freuen sich über Steckdosen an ihren Tischen, mit denen sie ihre persönlichen Geräte wie Notebooks und Smartphones versorgen und laden können.
Vielfältige Anforderungen
Die Anforderungen an die Hörsaaltechnik sind dabei weitaus vielfältiger, als man vermuten mag. Eine wesentliche ist intuitive Bedienbarkeit. Sowohl technisch unbedarfte Nutzer als auch fortgeschrittene, die die gebotenen Möglichkeiten der Technik ausreizen wollen – sie alle wollen schnelle Erfolgserlebnisse, ohne erst eine Anleitung lesen oder gar in die Nutzung eingewiesen werden zu müssen. Auch der Betrieb der Technik ist ein wesentlicher Aspekt: „Wir probieren viel aus. Nicht alles, was erstmal einen guten Eindruck macht, erweist sich im jahrelangen Dauereinsatz des Lehrbetriebs als gute Lösung“, sagt Erik Wiedemann, Technikmitarbeiter an der FK07, basierend auf seiner langjährigen Medientechnikerfahrung.
Nicht stehen bleiben
Für normale Räume mit einer einzigen Projektionsfläche hat die Zentrale IT inzwischen eine Standardlösung zusammengestellt, die nun HM-weit ausgerollt werden kann. Diese kann aus der Ferne abgefragt und gesteuert werden, um so auch Nutzersupport aus dem Büro oder gar Homeoffice heraus bieten zu können. Eine benutzerfreundliche und kosteneffiziente Lösung für Räume mit zwei Projektionsflächen fehlt jedoch noch. Diese Lücke möchte Bachelorarbeiterin Esto Khegai schließen. Sie geht der Frage nach, wieviel für Technik-Equipment investiert werden muss, um sowohl für Nutzer als auch für Wartungspersonal eine gute Lösung zu erhalten, und wie dieses Equipment anwenderfreundlich eingesetzt werden kann. Betreut wird sie dabei von Prof. Dr. Dirk Henrici, der das FK07-Technikteam von professoraler Seite leitet. Der aktuelle Prototyp wird im Raum R1.007 im regulären Vorlesungsbetrieb getestet. Studentin Khegai freut sich über die positive Resonanz: „Kompakte, intuitiv zu bedienende Lösung, genau so, wie ich mir sowas vorstelle!“ urteilt etwa HM-Professor Max Fischer.
Dirk Henrici